Skitour Leobner in Johnsbach, Gesäuse

Skitour Leobner in Johnsbach, Gesäuse

Publikumsmagnet Leobner

Skitour Leobner in Johnsbach, Gesäuse. Erneut sind wir im Nationalpark Gesäuse und endlich nehmen auch wir einmal die viel gelobte und bekannte Skitour auf den Leobner in Angriff. Das Wetter spielt zwar leider nicht ganz mit, aber wir sind begeistert und wissen nun, wieso der Leobner so ein begehrter Skitourenberg ist. Wiederholung garantiert.

Grundsatzfragen und Almträume

Wir starten erneut am letzten Parkplatz nach dem Bauernhof “Gescheidgger”, dieses Mal mit meiner Schwester und ihrem Freund Alex. Wieder Skifahrer und außerdem Marathonläufer. Manchmal frage ich mich schon, warum ich mir das antue und mein Snowboard mit Schneeschuhen mehrere Höhenmeter hoch schleppe. Aber spätestens bei der Abfahrt bin ich jedes Mal wieder froh, dass ich nur ein Brett unter meinen Füßen habe.

Auch diese Skitour ist beschildert. Und wie so oft in dieser Gegend, folgen wir zuerst einer Forststraße, entlang eines Bächleins und in angenehmer Steigung. Bis sich schließlich der Wald lichtet, der Blick weitet und die Grössingeralm vor uns auftaucht. Doch leider haben wir heute kein Wetterglück, es ist ziemlich bedeckt und auch der Wind lässt einen immer wieder erschaudern.

Aber dennoch, es ist wunderschön hier. Als wir bei der Alm dann auch noch auf andere Tourengeher treffen, die offenbar hier oben die Nächte verbringen, sind wir schon etwas neidisch. Denn nur zu gerne würden wir uns auch auf der Alm einquartieren und hier ein paar ruhige Tage verbringen.

Sautrog und Leobner törl

Von der Alm geht es nun in südlicher Richtung weiter in den Sautrog, einen Graben der zum Leobner Törl führt. Der Aufstieg wird teilweise steiler und so erreichen wir schnell das Leobner Törl. Hier treffen wir auch auf eine ganze Horde von Skitourengehern, welche uns genau an der Engstelle entgegen kommen. Im Kopf können wir uns bereits ausmalen, wie der Sautrog bei unserer Abfahrt dann wohl aussehen wird. Dabei sind wir heute nicht mal so spät dran.

Also weiter, und zwar von nun an in angenehm kupiertem Gelände, entlang der Leobner Mauern, bis kurz vor den Talschluss. Und wir sind erneut begeistert. Es ist einfach episch schön hier. Nur schade, dass die Sicht etwas eingeschränkt und es so windig ist.

Stunts auf der Skitour Leobner in Johnsbach, Gesäuse

Jetzt nur noch ein letztes Mal steil bergauf zum Gipfel, dann haben wir es geschafft. Doch die letzten 200 Höhenmeter sind nochmal etwas knackiger mit vielen Spitzkehren. Und schon bin ich wieder froh, dass ich Schneeschuhe an meinen Füßen habe. Insbesondere wenn ich sehe, was die anderen Skitourengeher da so machen. Umso begeisterter aber, bin ich von meiner Schwester, die mit relativ losen Fellen  einfach rauf spaziert, während andere bergauf “Stunts” einlegen. Kurzer Exkurs zu den Skiern bzw. Fellen meiner Schwester: Die Dinger sind uralt und der Kleber quasi nicht mehr vorhanden. Sie hat zwar Neuen gekauft, aber der liegt natürlich daheim. Als sie beim Abfellen den Ski aufgestellt hat, haben die Felle im Wind gegen den Ski geschlagen. Diese wurden nur mehr vorne und hinten von den Clips am Ski gehalten.

Endlich Abfahrt, diese ist gleich wie der Aufstieg. Die Schneebedingungen sind super und es macht riesigen Spaß. Jetzt weiß ich wieder, warum ich mir das antue.

Zurück auf der Grössingeralm, packt Alex aus. Er hat zu unserer Freude drei große Bier mitgeschleppt. Juhu. Es ist zwar kalt, doch wir setzen uns auf ein Bankerl direkt bei der Hütte. Hier ist es etwas windgeschützt und nicht ganz so eisig. Als dann auch noch einer der Tourengeher, die hier nächtigen, raus kommt und uns von seinen spannenden Outdoor- und Bergabenteuern überall auf der Welt erzählt, kann der Tag eigentlich gar nicht mehr besser werden.

Fazit und Facts zur Skitour Leobner in Johnsbach, Gesäuse

Schwierigkeit
mittel

Fazit:

Eine super Tour, bei Schönwetter sicherlich in einzigartiger Landschaft aber auch sehr stark begangen/befahren. Online findet man öfter den Hinweis, dass es steil und ausgesetzt ist. Als ausgesetzt haben wir die Tour nicht empfunden. Außerdem habe ich gelesen, dass die Tour auch bei Schlechtwetter kein Problem ist. Das sehe ich nicht ganz so (speziell wenn man die Tour nicht kennt), da wir auch bei eher grenzwertigem Wetter (Sicht/Wind) unterwegs waren. Speziell im oberen Bereich ist bei schlechter Sicht die Situation im umliegenden Gelände schwer bis nicht einschätzbar. Die Tour ist auch für fitte Schneeschuhgeher machbar.

Links zu Einkehrmöglichkeiten nach der Tour:

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