Skye Trail – Etappe 1
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Skye Trail – Etappe 1

Etappe 1 am Skye Trail: von Rubha Hunish nach Flodigarry
14,6 Kilometer und 300 Höhenmeter

Hier geht’s zum Download Link der Etappe 2 am Skye Trail.

Start auf Etappe 1 am Skye Trail
Die ersten paar Meter am Skye Trail.
Ein holpriger Start…

Wir parken in der Früh unser Mietauto am Storr Car Park. Jetzt müssen wir nur noch den Bus nach Rubha Hunish finden um Etappe 1 am Skye Trail starten zu können. Bushaltestelle gibt es irgendwie keine. Nach ca. einer Stunde wird uns klar, dass der Bus heute nicht fährt. Es ist Sonntag. Jetzt erinnere ich mich wieder, lt. den offiziellen Busfahrplänen gibt es keinen Bus am Sonntag (nach weiterer Internetrecherche hatte ich dann zwar doch noch einen gefunden, aber es kam mir damals schon etwas seltsam vor).

OK – kein Problem – wir stoppen ein Auto. Aber irgendwie schwierig wenn fast keine Autos vorbei kommen und außerdem zwei Belgier genau das gleiche versuchen. Mit dem Mietauto zum Startpunkt fahren ist auch keine Option, da wir es strategisch morgen Abend genau hier wieder brauchen. Am zweiten Tag erwartet uns die längste Etappe mit ca. 30 km und fast 2.000 hm. Es ist eher unwahrscheinlich, dass wir zu einer Uhrzeit hier ankommen, zu der noch Busse fahren. Unterkünfte gibt es hier keine.

Plötzlich kommt ein Taxi an und liefert einige Leute ab. Wir laufen hin, die Belgier überreden wir kurzerhand mitzufahren. Die bis jetzt abenteuerlichste und teuerste, wenn auch kürzeste Taxifahrt meines Lebens. Um Sage und Schreibe 55 Pfund. Der Taxifahrer, geschätzt ca. um die 80 Jahre mit einer dicken Brille, die offenbar nicht dick genug ist. Oder liegt es etwa an der komplett beschlagenen Frontscheibe des Octavia, dass er im Affenzahn auf einer kurvigen Straße, die verglichen mit österreichischen Güterwegen sehr eng ist, auf Schafe zuhält?

Rita beim Umziehen auf Etappe 1 am Skye Trail
Ständiges An- und Ausziehen, bei Sonnenschein ist es angenehm warm.
Endlich geht’s los

Die Schafe sind zum Glück in letzter Minute ausgewichen und endlich können wir mit der ersten Etappe starten. Diese verläuft wunderschön an der Küste entlang auf unmarkierten Wiesenwegen.

Die Hütte "The Lookout" auf Etappe 1 am Skye Trail
Schutzhütte “The Lookout” in sensationeller Lage, zur richtigen Jahreszeit kann man dort Wale beobachten.

Das Highlight: eindeutig Rubha Hunish mit der Bothy “The Lookout”. Auch wenn wir zu dieser Jahreszeit leider noch keine Wale beobachten können.

Blick auf die Halbinsel Rubha Hunish
Blick auf Rubha Hunish, die nördlichste Spitze von Skye.

Wir genießen den eher kurzen Walk, trödeln ein bisschen und stimmen uns auf die nächsten Tage ein. Bis wir schließlich das Flodigarry Hostel erreichen.

Das Wetter? So wie man es von Schottland erwartet. Mal ein bisschen Sonne, dann wieder Regen und Wind. Viel Wind. Die Bogholes (Schlammlöcher) halten sich in Grenzen. Midges entdecken wir noch keine, was vermutlich am Wind liegt.

Im Hostel

Wir können nicht sofort einchecken, also vertreiben wir uns die Zeit mit Kochen auf den Bänken vor dem Hostel. Da wir immer sehr hungrig sind, haben wir genügend Packerlnudeln dabei. Hier machen wir bereits erste Bekanntschaft mit einem in die Jahre gekommenen Hippiepärchen. Als sie jedoch die Fiedel rausholt, sind wir dankbar als eine Gruppe Britischer Wanderer mit einem Deutschen vorbei kommt und uns mit Erzählungen vom Pub im Flodigarry Hotel ablenkt.

Endlich können wir einchecken. Von der Wanderung immer noch hungrig (eine Packung Packernudeln als 2 Portionen zu deklarieren, ist ja auch wirklich eine Frechheit), laufen wir voller Vorfreude runter ins Pub. Die Freude bleibt uns im Hals stecken, sobald wir die Preise sehen (ca. 40 – 50 Pfund pro Hauptspeise). Also bleibt es bei ein paar Bier.

Blick hoch zum Flodigarry Hostel
“The Flodigarry Hostel” in the middle of nowhere.

Noch hungriger als zuvor, inspizieren wir die Küche des Hostels und kochen uns – mal wieder – Packerlnudeln. Offenbar sehen wir so hungrig aus, dass ein freundliches Deutsches Pärchen Mitleid mit uns hat und uns etwas von ihrem Essen abgibt.

Plötzlich ruft der in die Jahre gekommene Hippie: “Hey guys, look at the sunset!” und ehe wir uns versehen, hat er schon die Gitarre rausgeholt und spielt “Over The Rainbow”.

Ein geniales Publikum hier quasi am Ende der Welt – neben dem Hostel und Hotel gibt es nur noch eine Handvoll andere Häuser, ansonsten nur Natur so weit das Auge reicht.

Natur pur…

… weiter zu Etappe 2…

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