Schon die Anfahrt von Kleinreifling Richtung Niglalm gibt einen ersten Eindruck davon, was dich erwartet.
Die Straße führt dich Schritt für Schritt aus dem Tal hinaus – hinein in eine ruhigere, abgelegen wirkende Landschaft.
Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Niglalm.
Über freies Almgelände
Zu Beginn verläuft der Weg über freie Almflächen, die im Winter auch bei Skitourengehern beliebt sind.
Dabei trifft man auch auf Überreste des ehemaligen Skigebiets – der alte Lift steht noch und erinnert daran, dass hier früher mehr Betrieb war. Heute wirkt die Gegend dagegen ruhig und fast ein wenig vergessen.
Gipfel des Kühbergs
Ab der Übergangshöhe führt der Weg durch den Wald, bevor sich mit zunehmender Höhe immer wieder schöne Ausblicke auf das Tote Gebirge und die Haller Mauern öffnen.
Am 1.415 Meter hohen Gipfel angekommen, erwartet dich ein Gipfelkreuz, ein Bankerl für eine gemütliche Rast und ein Blick zum Großen Buchstein sowie dem Admonter Reichenstein.
Abstieg
Der Abstieg erfolgt zunächst wie der Aufstieg bis zu einer kleinen Hütte im ehemaligen Skigebiet.
Ab hier kannst du entweder denselben Weg zurückgehen oder über die Forststraße bequem zum Parkplatz bei der Niglalm absteigen.
Mein persönlicher Eindruck
Diese Tour hat sich für mich vor allem durch ihre Ruhe ausgezeichnet. Man ist lange unterwegs, ohne vielen Menschen zu begegnen.
Gleichzeitig trifft man immer wieder auf Spuren der früheren Nutzung – genau dieser Kontrast macht den Reiz der Wanderung aus.
Eine Tour, die sich ruhig entwickelt und im oberen Bereich mit tollen Ausblicken belohnt.
Tipps für die Wanderung
feste Wanderschuhe
ausreichend Wasser & Jause mitnehmen (keine Einkehrmöglichkeit)
von Frühjahr bis Herbst (Achtung beim Aufstieg zum Gipfel bei Schnee)
besonders schön im Herbst
im Winter bis zur Überganghöhe eine tolle Schneeschuhtour
Fazit zur Wanderung auf den Kühberg bei Kleinreifling
Strecke: ca. 7,5 km
Höhenmeter: ca. 600 m
Dauer: 3 - 4 h
Der Kühberg ist eine Tour für alle, die bewusst ruhigere Wege suchen. Keine stark frequentierten Pfade, dafür viel Natur und immer wieder Hinweise auf die Vergangenheit der Region. Eine Wanderung, die weniger von einzelnen Highlights lebt, sondern vom Gesamteindruck – und genau dadurch lange in Erinnerung bleibt.